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Jul

not even a no name

Posted by page-angel  Published in Allgemeines, Beziehungsformen, Chatforen, Internetplattformen, Web 2.0, virtuelle Welten

Eine Woche Passivität und aus vermeintlich sich „ganz doll lieb habenden“ und „ich verstehe Dich völlig und in allen Lebenslagen“ und „wenn Du allein nicht klarkommst, dann kannst Du ja immer noch mein Personalcoaching oder die tantrische Reise ins Universum mit mir gegen ein geringes Honorar unternehmen“ wird wieder ein „no name“.

Ja, ich hab´s durchschaut! Wenn ich das in einer großen Plattform, einem Internetforum moniere, dann bin ich nicht nur ein „no name“ sondern tot!

Wer diese Banalität nicht erträgt, weil er hin und wieder an dem Sinn derartiger Vernetzungen zweifelt, dem droht man zunächst mit Rausschmiss, wenn einen das nur noch mehr motiviert um bei dieser sinnfreien Zeitverschwendung nach einem tieferen Sinn zu suchen, dann droht einem die Gruppenkeule!

Die Gruppenkeule hat ihren Ursprung im Neandertal, als man der Worte noch nicht mächtig war und manche Höhlenzeichnungen oder wilde Gestiken fehlerhaft gedeutet wurden.

Hat Dein Gegenüber nicht das gemacht, was Du wolltest und Du warst ihm körperlich überlegen, dann hast Du einfach mal einen dicken Knüppel aufgehoben und ihm einen übergebraten.

Wenn dieser geistige Überflieger, dann immer noch nicht verstand, so nahm der gebürtige Neandertaler die anderen Ureinwohner zu Hilfe und es gab eine „Gruppenkeule“.

Völlig verbeult und demoliert blieb dann der Überflieger liegen und wenn sein Hirn nun nicht zu weich gekloppt war, dann passte er sich gefälligst an und ging mit den anderen jagen oder wurde zum Beeren sammeln, weil er zu schwächlich für die Jagd war, degradiert.

Dort konnte er dann heimlich seinen Versuchen Feuer zu machen oder spitzere Speere zu entwickeln einsam und alleine nachgehen.

Vielleicht konnte er aber auch tatsächlich nur noch Beeren sammeln und hin und wieder erwischte er, mangels funktionierender Hirnmasse, giftige und überlebte es dann nicht, dann konnte die Gruppe in ihrem eingeschränkten Wissen weiter vor sich hindümpeln, bis sie von einer anderen Spezies, die intelligenter waren als sie, nieder gemetzelt wurden.

So wirklich intelligent waren die auch nicht, das merkten sie erst hinter her, dass sie doch ein paar am Leben hätten lassen sollen, damit die zur Jagd gingen und die Arbeit erledigen und sie hätten sich es doch dann einfach gut gehen lassen können.

Auf die Idee kamen Jahrhunderte später andere, aber auch diese Lebensform setzte sich nicht durch, denn die Sklaverei wurde schnell wieder abgeschafft.

Und heute? Heute gibt es keine Sklaverei mehr, es gibt nur Menschen, die Arbeit haben und welche die keine haben.

Die, die Arbeit haben, sehen natürlich nicht ein so viel zu leisten, denn sie müssen ja für die, die keine haben mitschuften, also hängen sie in irgendwelchen Internetforen rum und tauschen sich über Welt bewegendes aus. Z.B. wie sie ihren Kaffee trinken, den sie sich gleich holen oder Spielen hin und wieder lustige schlüpfrige Wortspiele bis sie ganz vergessen haben, wozu sie eigentlich den Computer angeschaltet haben.

Und da kommt dann nun so ein „Neann“ (für die, die Überschrift nicht gelesen haben noch mal zur Erinnerung not even a no name) wie ich und fragt mal provokant nach dem Sinn ihres wörtlichen Schlagabtausches.

Die heutigen Zeitgenossen sind nicht unbedingt heller als zu grauer Vorzeit, aber sie sind schneller geworden und so kommt die „Gruppenkeule“ raus und es wird Strafe angedroht!

Ich brauche die Keule gar nicht physisch auf meinem Kopf zu spüren, denn ihr habt es geschafft, dass ich mich Tod lache!

Und nachdem ich nun 1 Woche durch Passivität geglänzt habe, hat die Meute auch schon ein neues Opfer gefunden und die Betreiber solcher Netzte lachen sich ins Fäustchen und freuen sich darüber, dass es einer Institution, wie der Stasi nicht mehr bedarf, weil jeder doch viel lieber persönlich alles von sich im Web preisgibt.

Tags: Banalität, Neandertaler, no name, Passivität, Personalcoach, tantrische Reise, Universum, Web 2.0, Zeitverschwendung

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19

Mai

Die Mingles

Posted by page-angel  Published in Allgemeines, Beziehungsformen, Liebe, Partnerschaft

Das Wort „metrosexuell“ ist ja schon in den allgemeinen Sprachgebrauch, wie selbstverständlich übergegangen.

Nun erlaube ich mir unser „Neudeutsch“ um eine Wortschöpfung zu erweitern.

Moment, es geht noch viel weiter, um eine Kategorie von Menschen zu erweitern:

Die „Mingles“.

Bei den Mingles gibt es keine typischen Alphamännchen oder ultimative Mega-Zicken, es betrifft alle.
Männlein, wie Weiblein!

Es handelt sich bei Ihnen auch nicht um eine traurige Minderheit, eher um eine moderne Lebensform, denn die Mingles sind Mingles, weil sie eben nur „manchmal Singles“ sind. Auf englisch klingt das natürlich viel besser! Die Mingles zusammengefasst aus “mixed Singles” sind eine Beziehungsform, die keine Entscheidung für die Ewigkeit verspricht!

Ob sie über diesen Umstand nun besonders traurig oder glücklich sind, ist schwer zu sagen. Es kommt immer auf die derzeitige Lebenssituation an!

Ich kenne Mingles, die es vorziehen sich auf die Entfernung zu lieben und nur ab und zu mal das Revier des anderen Partners betreten, dann sind sie friedliebende Zeitgenossen mit denen man durchaus tolle Events besuchen kann, denn sie denken sich immer etwas Besonderes für ihr kurzes Beisammensein aus.
Da wird schon mal eine Hippe Vernissage gemeinsam besucht, gechillt an einer chicen Strandbar oder auch mal ganz banal ein gemeinsames Grillen mit Freunden veranstaltet, die jeweils nur zu dem einen Mingleteil gehören.

Bisweilen kann dann der zumeist weibliche Mingleteil sehr verärgert reagieren, weil er zuviel der wenigen kostbaren Zeit an die Kumpels abtreten muss.

Natürlich nehmen sich die Mingle-Weibchen bei Zusammenkünften mit Freunden zurück, sie legen Treffen, vorzugsweise mit Freundinnen in die Zeit in der sie wieder als ordinärer Single alleine in ihrem Nest hocken.
Und grübeln über die Zusammenkünfte mit Paaren, die schon eine Ewigkeit miteinander liiert sind, eine Familie gegründet haben und glücklich zu sein scheinen. Auf jeden Fall glücklicher als sie in ihrem derzeitigen Zustand.

Dieses Wechselbad der Gefühle findet dann auch meist seitens der Mingle-Weibchen ein jehes Ende. Die biologische Uhr fängt zwangsweise mit fortschreitendem Alter an zu ticken und sie nehmen sich fürs nächste Zusammentreffen mit ihrem männlichen Mingle-Partner vor, klare Verhältnisse zu schaffen.

Die Ergebnisse sind dann meist schnell erzielt und sehen wie folgt aus:

1.) Das Mingle-Männchen fühlt sich in seiner Freiheit beraubt und sucht das Weite und ist für eine Weile wieder ein „Dingle“ = Dauer-Single, bis sein kleines Herzilein wieder mehr Zuspruch braucht und sein Dingel in der Hose ausreichend Befriedigung gefunden hat.

2.) Das Mingle-Männchen hat schon durch diverse „Mingle-Etappen“dazu gelernt und versteht sich geschickt in der Spielart „Ich halte dich noch ein wenig länger hin, denn das Suchen nach einer Neuen ist so anstrengend und ich bin ja schon lange nicht mehr der Party-Hengst“. Geschickt vertröstet er sie mit einer Antwort aufs nächste Treffen, zunächst werden die Abstände des Alleinseins fürs „Mingle-Weibchen“ dann geschickt kurz aber sehr intensiv gehalten, d.h. nur noch Nesthocken und Sex mit Kuscheln bis zum Erbrechen. So dass sie wieder neue Hoffnung schöpft und ihn bloß nicht nerven will, denn er wird sich am Ende ja für sie entscheiden, schließlich ist er auch schon in die Jahre gekommen und will sich nicht mehr auf die Suche machen. „Wach auf, Mingle-Mädel!“ Das haben die anderen vor Dir auch schon gedacht….

3.) Beide entschließen sich freundschaftlich wieder als Singles unterwegs zu sein und sich von Zeit zu Zeit mal locker zu treffen, sollte sich in der Zwischenzeit nichts ergeben haben, sind beide von ein bisschen Sex ohne Verpflichtung nicht abgeneigt.

4.) Denkt ihr jetzt sie werden heiraten? Da könnt ihr lange drauf warten, denn bei Punkt 3 ist nach meiner Erfahrung und dem, was ich schon seit Jahren beobachte Schluss!

Tags: Beziehungsformen, Mingles

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19

Mai

…auf der Suche nach dem zukünftigen Ex!

Posted by page-angel  Published in Beziehungsformen, Elternkategorie, Familie, Liebe, Partnerschaft

Die Ehe gilt bekanntlich als Institution, aber ist das heutzutage noch tragbar? Wo sich doch so verschiedene Beziehungsformen gebildet haben? Ich sage bewusst gebildet, denn ob sie sich auch bewähren, können nur die Beteiligten beurteilen. Oder sollte ich “Betroffenen” schreiben?

Fragen über Fragen? Nicht nur die Beziehungsformen haben sich stark gewandelt, sondern auch der Sprachgebrauch. Nannte man früher ein unverheiratetes Pärchen schlicht “Dauerverlobte” oder wenn sie nichtmal miteinander verlobt waren: “die leben in wilder Ehe!” Sagte eine ältere Nachbarin zu meinem damaligen Lebensabschnittsgefährten und mir, als wenn das eine ansteckende Krankheit wäre. Keine Sorge, davon können alte Paare, so lange sie zusammen bleiben nicht befallen werden…

Aber heute differenziert man diese Form des Zusammenlebens gerne in folgende Kategorien:

  1. Cohabs: kommt von “cohabere” zu Latein: zusammen wohnen. Diese Paare leben zusammen, wollen aber nicht heiraten, wie in obigem Beispiel.
  2. Mingles: ist zusammen gesetzt aus “mixed singles” und wurde von mir frei übersetzt in “manchmal Singles”. Diese Form soll die unbeschwerteste sein, denn beide Partner sind sich im Klaren darüber, dass die Beziehung alles beinhalten darf, nur nicht die Entscheidung für die Ewigkeit. Dieser Beziehungsform habe ich schon einen eigenen Artikel gewidmet.
  3. Lats: ist die Abkürzung von “living apart together” und heißt soviel wie, wir haben uns ganz doll lieb, aber wohnen jeder in seiner eigenen Wohnung. Bevorzugter Beziehungsstil bei meist geschiedenen Paaren. Klappt auch diese Beziehung nicht, kann man sich ganz unproblematisch wieder trennen, denn jeder behält einfach seine Wohnung inclusive der darin befindlichen Möbel.
  4. Shuttles: hier handelt es sich um Paare, die aus beruflichen Gründen in unterschiedlichen Städten leben und am Wochenende zwischen den beiden Wohnorten hin und her pendeln, wie ein Space-Shuttle werden da um der Liebe willen auch noch so große Entfernungen in Kauf genommen. Sie sind aber die Einzigen, die oft daran interessiert sind diesen Umstand zu ändern und ein Zusammenleben in der traditionellen Form der Ehe suchen. Und auch manchmal das Wagnis wahrhaftig eingehen.

Ich kenne Shuttles, die nach Jahren der Pendelei in einer Stadt zusammen gefunden haben und dort eine Ehe geschlossen haben. Da aber bei Ihnen oft der berufliche Werdegang, das schmieden einer kometenhaften Karriere im Vordergrund steht, bleiben diese oftmals kinderlos.

Wenn sich dann doch der späte Kinderwunsch einstellt, haben wir auch für sie noch neue Wortschöpfungen parat. Aus sog. spät gebährenden Müttern werden dann Momas und die dazu gehörigen Väter heißen dann Popas. Also zur Erklärung Sky Dumont ist ein “Popa”. Frauen sind wie immer schneller “Momas”, denke jenseits der 40 und bei Männern spricht man wohl frühestens ab 55 von Popas.

Was mir bei diesen Wortschöpfungen noch fehlt sind dann die Eltern, die noch selbst bei ihren Eltern wohnen, weil sie selbst als Kinder schon Kinder bekommen.

Ich schlage vor, wir nennen sie niedlich die “Kimas” und die “Kipas“. Habe schon einen Erstklässler-Elternabend mit erlebt, wo eine Lehrerin zu einem Schüler sagte, während sie einem jungen Mädchen über den Kopf streichte: “Wieso hast Du denn Deine große Schwester mitgebracht, hat Deine Mutter denn keine Zeit?”

Aber einen klaren Vorteil haben doch die Kimas ganz klar, sie können mit ihren kids in die Disco zum Abfeiern gehen.

Habt Spaß alle Miteinander, egal welche Beziehungsform ihr für Euch gefunden habt!

Tags: Beziehungsformen, Cohabs, Familie, Kimas, Kipas, Lats, Liebe, Mingles, Momas, Popas, Shuttles, Wortschöpfungen

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